Laufbahnstelle gem. § 99 Abs. 5 UG (tenure-track) im Fachgebiet Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung mit Schwerpunkt Nachhaltige Wasserkraft

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Laufbahnstelle gem. § 99 Abs. 5 UG (tenure-track) im Fachgebiet Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung mit Schwerpunkt Nachhaltige Wasserkraft

Am Department für Landschaft, Wasser und Infrastruktur, Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung der Universität für Bodenkultur Wien kommt eine Laufbahnstelle gem. § 99 Abs. 5 UG im Fachgebiet Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung mit Schwerpunkt Nachhaltige Wasserkraft zur Besetzung.

Beschäftigungsausmaß: 40 Wochenstunden. Dauer: ab 01.01.2027, befristet für 6 Jahre. Einstufung: Univ.-KV, Verwendungsgruppe B1 lit. b. Bruttomonatsgehalt: mindestens EUR 5.079,50, 14-mal jährlich.

Aufgaben und Schwerpunkte

  • Forschung im Bereich Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung mit Schwerpunkt nachhaltige Wasserkraft
  • Angewandte Forschung zu wasserbaulichen Maßnahmen für nachhaltige Wasserkraftanlagen
  • Optimierung von Wasserkraftanlagen aus technischer, ökologischer und sozioökonomischer Perspektive
  • Entwicklung und Innovation hydraulischer Elemente im Bereich Wasserkraft im Hinblick auf Nachhaltigkeit
  • Publikationen in international kompetitiven Fachjournalen
  • Lehre sowie Betreuung und Mitbetreuung von Abschlussarbeiten
  • Wissenstransfer und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Universitäre Selbstverwaltung
  • Einwerbung und Leitung nationaler und internationaler Forschungsprojekte
  • Präsentation und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen sowie nationale und internationale Vertretung des Fachgebiets
  • Kooperation mit der Energiewirtschaft und Teilnahme an internationalen Netzwerken

Aufnahmeerfordernisse

  • Abgeschlossenes facheinschlägiges Doktorat oder PhD
  • Umfangreiche Postdoc-Forschungserfahrung
  • Hervorragende Publikationsleistung sowie internationale Ausrichtung und Anerkennung
  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Leitung einer eigenen Forschungsgruppe inklusive Nachweis eingeworbener Drittmittel
  • Begeisterung für exzellente Lehre
  • Sehr gute Englischkenntnisse und gute Deutschkenntnisse oder Bereitschaft, innerhalb von zwei Jahren Deutsch zu lernen
  • Technische Kenntnisse zur Funktionalität, Dimensionierung und Entwicklung nachhaltiger Wasserkraftanlagen

Weitere erwünschte Qualifikationen

  • Internationale Erfahrung sowie Lehr- und Führungserfahrung an Universitäten oder Forschungseinrichtungen
  • Management- und Personalführungskompetenz inklusive Gender- und Diversity-Management, Inklusion und Barrierefreiheit
  • Konstruktive und gestalterische Fähigkeiten, auch im Zusammenhang mit großmaßstäblichen Experimenten im Wasserbaulabor der BOKU
  • Forschungs-, Publikations- und Praxiserfahrung zu technischen Innovationen und zur Gestaltung hydraulischer Maßnahmen im Bereich nachhaltige Wasserkraft
  • Erfahrung in der Einwerbung, Leitung und Durchführung von Forschungsprojekten
  • Wissenschaftskommunikation, Teamfähigkeit und selbstständiges Arbeiten

Bewerbung

Bewerbungen sind unter Angabe der Referenznummer 165 bis spätestens 14.10.2026 an recruiting@boku.ac.at zu richten.

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An der BOKU in Wien untersuchen Forschende im Wasserbaulabor an der Donau, wie sich Hochwasser bändigen lässt. Andere entwickeln Impfstoffe, prüfen die Sicherheit von Lebensmitteln oder erforschen, wie Wälder dem Klimawandel standhalten. Gegründet 1872, ist die BOKU heute Österreichs Universität für Life Sciences und Nachhaltigkeit. Rund 10.000 Studierende lernen hier, knapp 1.900 Vollzeitkräfte halten Lehre und Forschung in Gang.

Seit Anfang 2025 bündeln sechs Departments die Arbeit der Universität. In den Agrarwissenschaften dreht sich vieles um Boden, Pflanzenbau und Tierhaltung. In der Biotechnologie und den Lebensmittelwissenschaften geht es um Enzyme, Impfstoffe und Lebensmittelsicherheit, im Department Landschaft, Wasser und Infrastruktur um Hochwasserschutz, Verkehrswege und Raumplanung. Dazu kommen die Klima- und Biodiversitätsforschung sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft treffen hier unter einem Dach zusammen. In dieser Kombination ist das in Österreich selten.

Hinter dem Forschungsbetrieb steht ein großer Arbeitgeber. Knapp 1.900 Vollzeitäquivalente zählte die BOKU im Wintersemester 2024/25, gut 1.200 davon in der Wissenschaft. Entsprechend breit sind die Berufe. Neben Professorinnen, Doktorandinnen und Laborpersonal beschäftigt die Universität Technikerinnen im Wasserbaulabor, IT-Fachleute, Gärtnerinnen auf der Versuchswirtschaft in Groß-Enzersdorf und Verwaltungskräfte in der Studienorganisation. Gearbeitet wird an mehreren Standorten: rund um die Türkenschanze und in der Muthgasse in Wien, am Standort Tulln in Niederösterreich und an Außenstellen wie dem Wasserbaulabor an der Donau.

Die Wurzeln reichen bis 1872 zurück, in die Anfänge als Hochschule für Bodenkultur. Der Schwerpunkt auf erneuerbaren Ressourcen ist seither geblieben. International ist die BOKU über die europäische Hochschulallianz EPICUR mit acht weiteren Universitäten verbunden, ein Teil der Studien wird auf Englisch angeboten. Das Jahresbudget lag 2023 bei rund 255 Millionen Euro, etwa 70 Millionen kamen aus Forschungsprojekten. Wer hier arbeitet, forscht an Fragen, die selten an Aktualität verlieren: sauberes Wasser, sichere Lebensmittel, der Umgang mit Boden und Klima. Geleitet wird die Universität von Rektorin Eva Schulev-Steindl.

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