
Der ÖAMTC ist Österreichs größter Mobilitätsclub. Mehr als 2,6 Millionen Menschen sind Mitglied, also weit mehr als ein Viertel der Bevölkerung. Bekannt ist der Club für seine gelben Pannenfahrzeuge. Dahinter steckt aber viel mehr: Fahrtechnik, Flugrettung, Reise und Konsumentenschutz. Wer hier arbeitet, hält ein Stück Alltagsmobilität von Millionen am Laufen.
Der Vorläuferverein wurde schon 1896 gegründet, der heutige ÖAMTC entstand 1946. Die Zentrale liegt in Wien-Erdberg. Gearbeitet wird aber im ganzen Land, an 115 Stützpunkten, in acht Fahrtechnikzentren und an 18 Notarzthubschrauber-Standorten. Über 4.000 Menschen sind beim Club beschäftigt.
Die Pannenhilfe bleibt das Herzstück. 2025 rückten die Einsatzkräfte mehr als 700.000 Mal aus, um liegengebliebenen Mitgliedern zu helfen. Der Club kann aber deutlich mehr. An den Stützpunkten schrauben KFZ-Technikerinnen und -Techniker, am Schalter und am Telefon beraten Mitarbeitende rund um Reise, Versicherung und Mitgliedschaft. Über allem fliegt die Christophorus-Flugrettung, die der ÖAMTC 1983 mitbegründet hat. Ihre Notarzthubschrauber hoben 2025 genau 21.650 Mal ab.
So unterschiedlich die Aufgaben, so breit die Berufe. Mehr als 30 Berufsbilder zählt der Club. Da sind Pilotinnen und Notfallsanitäter, Juristen im Konsumentenschutz, dazu Fachleute aus IT, Marketing, Reiseberatung und Verwaltung. Den Nachwuchs bildet der ÖAMTC selbst aus. Lehrlinge starten etwa in der KFZ-Technik, im Büro oder in der Informationstechnologie.
Der ÖAMTC ist kein Konzern, sondern ein wirtschaftlich und parteipolitisch unabhängiger Verein. Präsident ist Günter Thumser. Die operative Leitung übernahm im Juni 2025 Direktor Ernst Kloboucnik, der auf den langjährigen Direktor Oliver Schmerold folgte. Auf seiner Karriereseite nennt sich der ÖAMTC einen sicheren und mehrfach ausgezeichneten Arbeitgeber. Was das genau an Gehalt, Weiterbildung und Benefits heißt, bleibt dort knapp; Details stehen im club-eigenen Jobportal. Am Ende vertraut fast jeder vierte Österreicher diesem Club seine Mobilität an.