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Österreich

Java-Entwicklerinnen, Data Engineers und Business Analysten sitzen hier am selben Projekt: Specific-Group baut Software für Banken, Versicherer und Industriebetriebe, die von der Stange nichts Passendes bekommen. Gegründet wurde das Unternehmen 1998 in Wien, und die Eigentümer führen es bis heute selbst. Inzwischen arbeiten über 500 Menschen in zehn Ländern für die Gruppe. Die Zentrale liegt am Hoher Markt, mitten im ersten Wiener Bezirk.
Das Geschäft hat zwei Seiten. Zum einen entwickelt Specific-Group Individualsoftware und begleitet IT-Projekte von der Analyse bis zum Betrieb, unter anderem für Banken und Versicherungen, für Produktion, Logistik und Mobilität. Zum anderen stellt die Gruppe Kunden IT-Fachleute für laufende Vorhaben zur Verfügung, was für Beschäftigte bedeutet: Man wechselt zwischen Branchen und Systemlandschaften, statt jahrelang an einem einzigen Produkt zu sitzen. Dazu kommen eigene Lösungen aus dem Haus, etwa ein ERP-System für Dentallabore und Werkzeuge, die in die Jahre gekommene Altsysteme analysieren und Schritt für Schritt ablösen. Genau diese Modernisierungsarbeit ist ein Feld, in dem Mainframe- und Legacy-Wissen gefragt bleibt.
Wien war der Ausgangspunkt, geblieben ist es nicht dabei. Nach Österreich kamen Standorte in Deutschland, später unter anderem in Litauen, im Kosovo und in Vietnam, dazu ein Büro in den USA. Wer bei Specific-Group anfängt, arbeitet also in aller Regel mit Kolleginnen und Kollegen in mehreren Zeitzonen zusammen, häufig auf Englisch. Die deutschen Gesellschaften der Gruppe sitzen in München und in Langenfeld bei Düsseldorf.
Die Zusammensetzung der Teams ist ungewöhnlich erfahren. Nach Angaben der Karriereseite sind rund drei Viertel der Belegschaft Senior-Profile mit im Schnitt zwölf Jahren Berufserfahrung (specific-group.com, abgerufen 08.08.2026). Für Einsteiger heißt das vor allem eines: Es gibt jemanden, den man fragen kann. Homeoffice ist weitgehend möglich, die Karriereseite spricht von bis zu 80 Prozent und flexibler Zeiteinteilung, und sie grenzt sich ausdrücklich von der 60-Stunden-Woche mancher Beratungshäuser ab. Auch der Bewerbungsweg ist bewusst kurz gehalten. Für das erste Gespräch verlangt das Unternehmen keinen Lebenslauf, Rückmeldung soll es innerhalb weniger Tage geben.
Gesucht werden vor allem Java- und Data-Engineering-Rollen, IT-Consulting, Business-Analyse und Projektleitung, sowohl in Anstellung als auch auf freiberuflicher Basis. Wie sich die über 500 Beschäftigten auf die einzelnen Länder verteilen, weist die Gruppe öffentlich nicht aus. In Österreich bündelt sie ihr operatives Geschäft seit 2025 in einer Gesellschaft, in die mehrere Schwesterfirmen verschmolzen wurden. Der Gründer steht dieser Gesellschaft seit 2008 als Geschäftsführer vor.
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