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Ob eine Schweißnaht hält, ob ein Bauteil den Druck aushält, ob die Charge überhaupt ausgeliefert werden darf – am Ende steht oft jemand mit Messschieber, Prüfprotokoll und einem geschulten Blick. Prüftechniker:innen sorgen dafür, dass zwischen Konstruktionszeichnung und fertigem Produkt keine Abweichung durchrutscht, die später teuer oder gefährlich wird. Zerstörungsfreie Prüfung, Maßhaltigkeit, Werkstoffkennwerte. Sichtprüfung dort, wo das Auge reicht, Ultraschall oder Röntgen dort, wo es das nicht tut. Der Alltag ist selten Routine. Mal geht es um die Wareneingangskontrolle eingekaufter Komponenten, mal um die laufende Fertigungsüberwachung an der Linie, mal um die Abnahme eines Prototyps, bei der plötzlich alle im Raum auf Ihr Ergebnis warten. Sie dokumentieren, Sie reklamieren, Sie sperren im Zweifel eine Charge – und begründen das nachvollziehbar. Wer gern früh Feierabend durch Wegschauen macht, ist hier falsch. Wie Sie einsteigen und was gefragt ist
Klassisch führt der Weg über eine technische Lehre – Zerspanungstechnik, Metalltechnik, Mechatronik – oder über eine HTL. Auch Quereinsteiger:innen mit Fertigungserfahrung finden ihren Platz, wenn sie sich in Prüfverfahren einarbeiten. Entscheidend sind ohnehin die Zertifizierungen: Qualifikationen nach EN ISO 9712 für die einzelnen ZfP-Verfahren, Kenntnisse in Messtechnik, GD&T, im Umgang mit Prüfmitteln und Normen. Können Sie eine Zeichnung lesen und daraus eine Prüfstrategie ableiten? Genau das trennt gute von durchschnittlichen Prüfkräften.
Dazu kommt etwas, das keine Norm vorschreibt: Sorgfalt, die auch am Freitagnachmittag nicht nachlässt, und das Rückgrat, ein Nein auch dann zu vertreten, wenn die Produktion drängt.
Arbeitgeber gibt es querbeet. Automobil- und Zulieferindustrie, Anlagen- und Maschinenbau, Luftfahrt, Medizintechnik, dazu unabhängige Prüf- und Zertifizierungsdienstleister sowie akkreditierte Labore. In Österreich sitzen viele davon in den Industrieregionen rund um Linz, Graz, Wels oder das Wiener Umland – nah an den produzierenden Betrieben. Von dort aus stehen Ihnen etliche Richtungen offen: Spezialisierung auf ein ZfP-Verfahren, der Schritt Richtung Qualitätsmanagement, irgendwann vielleicht die Rolle als Prüfaufsicht oder Auditor:in.
Prüftechniker in Zahlen
Ob eine Schweißnaht hält, ob ein Bauteil den Druck aushält, ob die Charge überhaupt ausgeliefert werden darf – am Ende steht oft jemand mit Messschieber, Prüfprotokoll und einem geschulten Blick. Prüftechniker:innen sorgen dafür, dass zwischen Konstruktionszeichnung und fertigem Produkt keine Abweichung durchrutscht, die später teuer oder gefährlich wird. Zerstörungsfreie Prüfung, Maßhaltigkeit, Werkstoffkennwerte. Sichtprüfung dort, wo das Auge reicht, Ultraschall oder Röntgen dort, wo es das nicht tut. Der Alltag ist selten Routine. Mal geht es um die Wareneingangskontrolle eingekaufter Komponenten, mal um die laufende Fertigungsüberwachung an der Linie, mal um die Abnahme eines Prototyps, bei der plötzlich alle im Raum auf Ihr Ergebnis warten. Sie dokumentieren, Sie reklamieren, Sie sperren im Zweifel eine Charge – und begründen das nachvollziehbar. Wer gern früh Feierabend durch Wegschauen macht, ist hier falsch. Wie Sie einsteigen und was gefragt ist
Klassisch führt der Weg über eine technische Lehre – Zerspanungstechnik, Metalltechnik, Mechatronik – oder über eine HTL. Auch Quereinsteiger:innen mit Fertigungserfahrung finden ihren Platz, wenn sie sich in Prüfverfahren einarbeiten. Entscheidend sind ohnehin die Zertifizierungen: Qualifikationen nach EN ISO 9712 für die einzelnen ZfP-Verfahren, Kenntnisse in Messtechnik, GD&T, im Umgang mit Prüfmitteln und Normen. Können Sie eine Zeichnung lesen und daraus eine Prüfstrategie ableiten? Genau das trennt gute von durchschnittlichen Prüfkräften.
Dazu kommt etwas, das keine Norm vorschreibt: Sorgfalt, die auch am Freitagnachmittag nicht nachlässt, und das Rückgrat, ein Nein auch dann zu vertreten, wenn die Produktion drängt.
Arbeitgeber gibt es querbeet. Automobil- und Zulieferindustrie, Anlagen- und Maschinenbau, Luftfahrt, Medizintechnik, dazu unabhängige Prüf- und Zertifizierungsdienstleister sowie akkreditierte Labore. In Österreich sitzen viele davon in den Industrieregionen rund um Linz, Graz, Wels oder das Wiener Umland – nah an den produzierenden Betrieben. Von dort aus stehen Ihnen etliche Richtungen offen: Spezialisierung auf ein ZfP-Verfahren, der Schritt Richtung Qualitätsmanagement, irgendwann vielleicht die Rolle als Prüfaufsicht oder Auditor:in.