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Experimentalphysik: Karrierewege zwischen Labor und Industrie
Theorie sagt voraus, das Experiment entscheidet. Experimentalphysiker:innen bauen die Aufbauten, mit denen das geschieht: Vakuum- und Kryotechnik, Laser und Optik, Detektoren, Elektronik, Regelungen, dazu die Auswertung großer Messreihen und viel selbst geschriebener Code. Ein guter Teil des Alltags ist Handwerk – justieren, abschirmen, Rauschen suchen, Messzeiten planen, Aufbauten dokumentieren, damit jemand anderer sie wiederholen kann.
Der akademische Weg führt über ein Physikstudium und das Doktorat, das in Österreich in der Regel ein befristetes Anstellungsverhältnis ist, häufig über Forschungsprojekte finanziert. Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck, Linz und Leoben, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen schreiben solche Stellen regelmäßig aus, meist mit klar umrissenem Projektthema und Betreuungsperson.
Der Wechsel in die angewandte Technik
Dauerstellen in der Grundlagenforschung sind rar, und das ist kein Geheimnis. Der häufigere Weg führt nach der Promotion in die Industrie, wo experimentelle Ausbildung überraschend gut passt: Halbleiter- und Sensorfertigung, Messtechnik und Prüftechnik, Optik und Photonik, Materialentwicklung, Medizintechnik, Energieforschung, Datenanalyse. Gesucht wird dort nicht Ihr Dissertationsthema, sondern Ihre Methodenkompetenz.
Schreiben Sie Bewerbungen deshalb um. Statt des Titels der Arbeit: welche Messverfahren Sie beherrschen, welche Geräte Sie aufgebaut und betrieben haben, welche Auswertung Sie programmiert haben, wie Sie mit Werkstatt, Elektronik und Fremdfirmen zusammengearbeitet haben. Und wenn Sie an der Universität bleiben wollen, planen Sie Auslandsaufenthalt, Publikationen und die eigene Antragstellung früh ein. Beides ist ein Handwerk, das gelernt sein will. Hilfreich ist außerdem alles, was Sie neben dem Labor getan haben: Lehrveranstaltungen betreut, Geräte beschafft, Studierende angeleitet, Kooperationen mit Unternehmen begleitet.
Experimentalphysiker in Zahlen
Experimentalphysik: Karrierewege zwischen Labor und Industrie
Theorie sagt voraus, das Experiment entscheidet. Experimentalphysiker:innen bauen die Aufbauten, mit denen das geschieht: Vakuum- und Kryotechnik, Laser und Optik, Detektoren, Elektronik, Regelungen, dazu die Auswertung großer Messreihen und viel selbst geschriebener Code. Ein guter Teil des Alltags ist Handwerk – justieren, abschirmen, Rauschen suchen, Messzeiten planen, Aufbauten dokumentieren, damit jemand anderer sie wiederholen kann.
Der akademische Weg führt über ein Physikstudium und das Doktorat, das in Österreich in der Regel ein befristetes Anstellungsverhältnis ist, häufig über Forschungsprojekte finanziert. Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck, Linz und Leoben, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen schreiben solche Stellen regelmäßig aus, meist mit klar umrissenem Projektthema und Betreuungsperson.
Der Wechsel in die angewandte Technik
Dauerstellen in der Grundlagenforschung sind rar, und das ist kein Geheimnis. Der häufigere Weg führt nach der Promotion in die Industrie, wo experimentelle Ausbildung überraschend gut passt: Halbleiter- und Sensorfertigung, Messtechnik und Prüftechnik, Optik und Photonik, Materialentwicklung, Medizintechnik, Energieforschung, Datenanalyse. Gesucht wird dort nicht Ihr Dissertationsthema, sondern Ihre Methodenkompetenz.
Schreiben Sie Bewerbungen deshalb um. Statt des Titels der Arbeit: welche Messverfahren Sie beherrschen, welche Geräte Sie aufgebaut und betrieben haben, welche Auswertung Sie programmiert haben, wie Sie mit Werkstatt, Elektronik und Fremdfirmen zusammengearbeitet haben. Und wenn Sie an der Universität bleiben wollen, planen Sie Auslandsaufenthalt, Publikationen und die eigene Antragstellung früh ein. Beides ist ein Handwerk, das gelernt sein will. Hilfreich ist außerdem alles, was Sie neben dem Labor getan haben: Lehrveranstaltungen betreut, Geräte beschafft, Studierende angeleitet, Kooperationen mit Unternehmen begleitet.